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Pirna: Umfangreiche Kur für Pirnaer Bahnstrecke
› von Regina Weber · Dienstag, 04. Mai 2010 · Keine Kommentare
Seit 1848 stützt sie den Hang oberhalb der Fernbahnstrecke in Niedervogelgesang: eine rund 400 Meter lange und bis zu sechseinhalb Meter hohe Mauer. Weil der Mörtel zwischen den Steinen mürbe geworden und teilweise ausgewaschen ist, gönnt die Bahn dem Bauwerk nun eine Kur – für rund fünf Millionen Euro.
In die Fugen der Stützmauer wird neuer Mörtel injiziert, senkrechte Ankersegmente, die in bis zu 14Meter Tiefe gebohrt werden, sollen der Wand zusätzlichen Halt geben. Obenauf wird ein neuer Sims aus Stahlbeton gegossen.
Die Arbeiten hinter den hübschen Häusern im Elbtal sind für Bahnreisende kaum spürbar, obwohl eines der beiden Gleise der Strecke Dresden–Prag seit einigen Wochen auf rund vier Kilometern Länge gesperrt ist.
Fußgängerbrücke kommt
Der Stützmauerbau in Niedervogelgesang ist nicht das einzige Bauvorhaben an der Elbtalstrecke. Während des Himmelfahrts-Wochenendes möchte die Bahn die Schienen des zurzeit stillgelegten Gleises zwischen der Bahnhofsausfahrt Pirna und Obervogelgesang komplett austauschen lassen. „Die alten Schienen sind verschlissen“, erläutert Ralf Krüger, der verantwortliche Projekt-Ingenieur. Befürchtungen, dass es in der Sächsischen Schweiz dann zum Reisechaos kommt, zerstreut Bahn-Sprecherin Änne Kliem: „Es wird keine zusätzlichen Einschränkungen geben. Die Züge fahren im Rahmen der ohnehin bestehenden eingleisigen Streckenführung normal.“ Allerdings müssen sich Anwohner auf Baulärm einstellen. Denn gearbeitet wird zwischen dem 12. und 17.Mai im Zweischichtsystem, auch sonnabends.
Die nächste Vollsperrung der Strecke kündigt Bahn-Sprecherin Änne Kliem dennoch gleich an. Und zwar für das kommende Wochenende, wenn die Fußgängerbrücke am Bahnhof Obervogelgesang wieder eingehoben wird. Zwischen 8.Mai, 22 Uhr, und 9. Mai, 8 Uhr, ist die Bahntrasse von Pirna bis Königstein komplett dicht. Die Bahn organisiert Schienenersatzverkehr.
Bauarbeiten bis August
Laut Projekt-Ingenieur Ralf Krüger soll die Sperrung auch für wichtige Installationsarbeiten am neuen Stellwerk in Rathen genutzt werden. Das vollelektronische Stellwerk ist Kernstück des dritten in Arbeit befindlichen Vorhabens an der Strecke: dem Erneuern der Sicherheits-Einrichtungen zwischen Pirna und Königstein. Dazu gehört unter anderem der Austausch sämtlicher Signale sowie der Schranken-Anlagen in Pötzscha, in Rathen und in Königstein-Strand.
Das Rathener Stellwerk – ein schlichter Container – soll Ende August in Betrieb gehen. Bis dahin werden laut Deutscher Bahn auch die Arbeiten an der Stützmauer in Niedervogelgesang beendet sein, sodass die Strecke wieder zweigleisig befahren werden kann.
In die Fugen der Stützmauer wird neuer Mörtel injiziert, senkrechte Ankersegmente, die in bis zu 14Meter Tiefe gebohrt werden, sollen der Wand zusätzlichen Halt geben. Obenauf wird ein neuer Sims aus Stahlbeton gegossen.
Die Arbeiten hinter den hübschen Häusern im Elbtal sind für Bahnreisende kaum spürbar, obwohl eines der beiden Gleise der Strecke Dresden–Prag seit einigen Wochen auf rund vier Kilometern Länge gesperrt ist.
Fußgängerbrücke kommt
Der Stützmauerbau in Niedervogelgesang ist nicht das einzige Bauvorhaben an der Elbtalstrecke. Während des Himmelfahrts-Wochenendes möchte die Bahn die Schienen des zurzeit stillgelegten Gleises zwischen der Bahnhofsausfahrt Pirna und Obervogelgesang komplett austauschen lassen. „Die alten Schienen sind verschlissen“, erläutert Ralf Krüger, der verantwortliche Projekt-Ingenieur. Befürchtungen, dass es in der Sächsischen Schweiz dann zum Reisechaos kommt, zerstreut Bahn-Sprecherin Änne Kliem: „Es wird keine zusätzlichen Einschränkungen geben. Die Züge fahren im Rahmen der ohnehin bestehenden eingleisigen Streckenführung normal.“ Allerdings müssen sich Anwohner auf Baulärm einstellen. Denn gearbeitet wird zwischen dem 12. und 17.Mai im Zweischichtsystem, auch sonnabends.
Die nächste Vollsperrung der Strecke kündigt Bahn-Sprecherin Änne Kliem dennoch gleich an. Und zwar für das kommende Wochenende, wenn die Fußgängerbrücke am Bahnhof Obervogelgesang wieder eingehoben wird. Zwischen 8.Mai, 22 Uhr, und 9. Mai, 8 Uhr, ist die Bahntrasse von Pirna bis Königstein komplett dicht. Die Bahn organisiert Schienenersatzverkehr.
Bauarbeiten bis August
Laut Projekt-Ingenieur Ralf Krüger soll die Sperrung auch für wichtige Installationsarbeiten am neuen Stellwerk in Rathen genutzt werden. Das vollelektronische Stellwerk ist Kernstück des dritten in Arbeit befindlichen Vorhabens an der Strecke: dem Erneuern der Sicherheits-Einrichtungen zwischen Pirna und Königstein. Dazu gehört unter anderem der Austausch sämtlicher Signale sowie der Schranken-Anlagen in Pötzscha, in Rathen und in Königstein-Strand.
Das Rathener Stellwerk – ein schlichter Container – soll Ende August in Betrieb gehen. Bis dahin werden laut Deutscher Bahn auch die Arbeiten an der Stützmauer in Niedervogelgesang beendet sein, sodass die Strecke wieder zweigleisig befahren werden kann.
Text: Regina Weber
Bild: SZ










