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Pirna: Lok dampft in die 3. Liga
› von Regina Weber · Montag, 26. April 2010 · Keine Kommentare
Der Jubel kannte keine Grenzen, die „Hölle-Ost“ verwandelte sich in ein Tollhaus, denn um 21:24 Uhr war es amtlich: Die Lok dampft in die neue 3. Liga! Nach dem eigenen 32:26-Sieg gegen eine tapfer aufspielende HG Oftersheim/Schwetzingen, brachen alle Dämme, als der Rimparer Sieg bei den Kröstis in der Sonnenstein-Arena die Runde machte. Wie erleichtert die Mannschaft von Fritz Zenk am Ende war, durfte er am eigenen Leib erfahren, als er eine eiskalte Dusche von Jörg Reimann verpasst bekam. Die ganze Halle feierte und die großen Steine der Erleichterung fielen von allen Schultern.
Schon weit vor Spielbeginn drängten sich die Zuschauer auf den Rängen, um das letzte Heimspiel der Saison mitzuerleben. Die „Hölle-Ost“ war zum Saisonfinale proppevoll gefüllt und verlieh dem Pirnaer Handballsport noch einmal Gänsehautatmosphäre. Die Mannschaft ließ sich hiervon in den ersten Minuten beflügeln und zog bis zur elften Minute auf 7:2 davon. Dabei konnte Jan Resimius mehrere Angriffe der HG mit guten Paraden entschärfen. Doch die Gäste um Trainer Eyub Erden kamen mit vier Toren in Folge wieder heran. Der Ausgleich hätte in der 18. Minute fallen können, doch Jan Resimius bewahrte sein Team hiervor mit zwei tollen Paraden. Nach einer Auszeit erholte sich die Lok wieder und fuhr bis zur Halbzeit einen drei Tore-Vorsprung ein (16:13).
Als Jiri Boucek mit seinen beiden Würfen zu Beginn der zweiten Hälfte an HG-Keeper Jonas Baumeister scheiterte, hatten die Gäste Ihre beste Phase, als ihnen in Minute 35 der Ausgleich und sechs Minuten später gar die Führung gelangen. Es machten sich wieder einmal die alten Leiden des ESV bemerkbar, die den Gegner unnötigerweise Wind in deren Segel pusteten. „Der physischen Verfassung der Mannschaft ist es zu verdanken, dass wir auch diese Phase überstanden haben“, war Trainer Zenk am Ende erleichtert. Als auch Ludek Kylisek zu alter Form fand und mit seinen Paraden dem Gäste-Angriff den Zahn zog, machten Kilian Kraft und der an diesem Tag gut aufspielende Lette Ivars Serafimovics mit Ihren Treffern alles klar. Beim Ertönen der Schlusssirene fuhren Lokführer Fritz Zenk und seine Jungs einen 32:26 Heimsieg ein und durften in den letzten Regionalliga-Minuten dieser Saison noch einmal die mitreißende und begeisternde Atmosphäre genießen. Noch lange danach wurde auf dem Sonnenstein gefeiert. Einen riesengroßen Glückwunsch zum Saisonfinale gab es sogar aus dem 550 Kilometer entfernten Neuhausen/Erms. Der TVN, insbesondere in Person von Pressesprecherin Monika Kühbauch, hat immer einen Blick in Richtung Pirna geworfen und das Geschehen an de Elbe mit großem Interesse verfolgt. Auch Sie hat die Lok bei einigen Auswärtsspielen im Ländle lautstark unterstützt. Am letzten Spieltag geht es für die Lok noch einmal nach Baden Württemberg. Zu diesem Spiel wird auch die „Hölle-Ost“ auf Reisen gehen und die Mannschaft mit aller Kraft unterstützen, denn auch am 1. Mai soll gefeiert werden.
ESV: Resimius, Kylisek, Weiß (2), Kraft (7), Zart (3), Möbius (1), Boucek (3), Steinscherer (8/4), Serafimovics (6), Helbig, Reimann (2)
Spielfilm: 1:0 (2.), 4:2 (6.), 7:2 (11.), 7:6 (18.), 10:7 (22.), 15:11 (27.), 16:13 (HZ), 18:16 (34.), 18:18 (35.), 19:20 (41.), 23:21 (46.), 24:23 (49.), 27:25 (53.), 29:26 (58.), 32:26
Damit neigt sich eine ereignisreiche Achterbahnfahrt der Lok in der Saison 2009/2010 dem Ende entgegen. An dieser Stelle möchte sich der ESV LOK Pirna bei allen Sponsoren und tatkräftigen Unterstützern in aller Form bedanken. Sie alle sind ein Teil des Pirnaer Handballsports - Sie alle sind ein Teil der „Hölle-Ost“.
Ihr Tom Reiche
Text: Regina Weber
Bild: LOK Pirna









